NHV Concordia Delitzsch 2010 e.V.
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Newsarchiv - Dezember 2011 (01.-19.12.)
Zu den News vom 20. - 31.12.2011
19.12.2011
Bundesliga-Jugend macht Boden gut
18.12.2011
Spielergebnisse Wochenende 17./18.12.2011
13.12.2011
Männer Sachsenliga: Wie Phönix aus dem Eiswasser
12.12.2011
Frauen: Klarer Heimsieg, Großer Jubel
12.12.2011
Weibliche A-Jugend: Deutlicher Sieg im Kreisderby
11.12.2011
Männliche C-Jugend: Klare Sache in Mockau
11.12.2011
Männliche D-Jugend: Fehlende Deckung kostet Sieg
11.12.2011
Spielergebnisse Wochenende 10./11.2011
09.12.2011
Sachsenliga Männer: Bräuers Medizin gegen Kamenz
05.12.2011
Märchenhaft: SG entzaubert Spitzenreiter
04.12.2011
Loberhaie unterwegs: Sieg im Spitzenspiel in Plauen!
04.12.2011
Frauen: Niederlagenserie reißt nicht ab
04.12.2011
Weibl. A-Jugend: Überzeugender Sieg beim Zweiten
04.12.2011
Weibl. B-Jug.: Spannendes Spiel trotz Favoritenrolle
04.12.2011
Männliche C-Jugend: Überlegene Bornaer
04.12.2011
HB-Akademie: Unentschieden beim THW Kiel
04.12.2011
Spielergebnisse Wochenende 03./04.12.2011
02.12.2011
Sachsenliga: Stolperstein oder Schlachteplatte?
01.12.2011
Jungsenioren bezwingen Behindertensportgruppe
Bundesliga-Jugend macht mit Sieg Boden gut
Montag, 19.12.2011 - TSV Hannover-Anderten - HA L./Del. 30:28 (14:14)
Die Handball-Akademie hat
den TSV Hannover-Anderten
auswärts mit 30:28 (14:14)
geschlagen. "Wir haben vor
allem in der zweiten Halbzeit
sehr solide gespielt, sodass
der Sieg für uns verdient
war", freut sich Akademie-
Coach Jörg Neumann. Mit
dem Sieg rücken die Sachsen
auf Platz 6 der Bundesliga-Staffel Ost vor und gehen mit ordentlich
Selbstvertrauen in das Nachholspiel am Donnerstag um 17.30 Uhr im
Delitzscher KSZ gegen Usedom.
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Spielergebnisse Wochenende 17./18.12.2011
Männer (SL)
spielfrei
Männer (BL)
spielfrei
Frauen (VL)
spielfrei
mJA (JBL)
TSV Anderten – HA Leipzig/ Delitzsch
28:30
mJC (BL)
spielfrei
mJD (BL)
spielfrei
mJE (KL)
NHV – HSG MoGoNo
11:14
wJA (BL)
spielfrei
wJB (SL)
SC Hoyerswerda – NHV
28:23
wJC (KL)
SC Markranstädt II – NHV
25:24
wJD (KL)
NHV – TSV 1953 Röcknitz
02:27
SL … Sachsenliga
VL … Verbandsliga
JBL …Jugend-Bundesliga
BL … Bezirksliga
KL … Kreisliga
Männer Sachsenliga: Wie Phönix aus dem Eiswasser
Montag, 12.12.2011 - SG DHfK/NHV Delitzsch-HVH Kamenz 28:27 (13:13)
Welch ein Hinrundenfinale der SG DHfK/NHV Delitzsch: Mit einem
dramatischen 28:27 (13:13)-Sieg gegen den HVH Kamenz hat sich die
Mannschaft von Trainer Michael Schneider gen Winterpause
verabschiedet.
Eigentlich und ganz offensichtlich hätte es ein geruhsamer
Adventssonntag werden sollen. Kamenz' Spielertrainer Raik Freudenberg
schlenderte mit gewagter Badelatschen-Socken-Kombination am
Spielfeldrand umher. NHV-Keeper Max Neuhäuser schien bereits innige
Freundschaft mit Neu-Physiotherapeutin Josefine Nietschmann
geschlossen zu haben, unterhielt sich überaus angeregt mit der jungen
Dame, deren Händen ganz besondere Heilkräfte zugeschrieben werden.
Doch auf dem Parkett wehte weniger idyllische Luft, vielmehr schlug
den Hausherren eisiger Polarwind aus ostsächsischen Breiten entgegen.
Und niemand, so schien es, hatte wetterfeste Kleidung dabei. "Vielleicht
waren einige im Vorfeld nicht konzentriert genug. Unser Auftritt hat mir
heute gar nicht gefallen", sagte Schneider anschließend. Der HVH kam
als Tabellenachter nach Delitzsch, spielte aber beim Dritten auf
Augenhöhe. Vor allen Dingen Rückraumschütze Aurelijus Stankevicius
verbreitete mit seiner teuflischen linken Klebe Angst und Schrecken,
während die SG-Defensive zeitweise wie steifgefroren daneben stand.
Auch die Abteilung Attacke brauchte eine Weile um aufzutauen,
verrannte sich zu oft in Einzelaktionen. Folge: Nach 17 Minuten stand es
6:8, Schneider bat um Auszeit. Das Projekt Wachrüttelung griff. Wie von
einem lauen Fön erwärmt, tropften den Delitzschern die Eiszapfen von
den Nasen. Plötzlich hieß es 11:9. Doch so schnell wie er gekommen
war, verzog sich der wohlige Dunst wieder aus dem Becker-Karton und
die Teams gingen ausgeglichen in die Katakomben.
Dort schien die Heizung komplett ausgefallen zu sein, so wenig lief bei
den Hausherren nach Wiederanpfiff zusammen. Schneider probierte
alles, wechselte viel - aber nichts wollte fruchten. Zehn Minuten vor
Schluss führte Kamenz mit drei Toren. Doch als die Schwingen des SG-
Phönix' schon erstarrt schienen, stieg er aus dem Eiswasser empor. "In
den letzten fünf Minuten hat man gesehen, was für ein Siegeswille die
Jungs schon die ganze Saison auszeichnet", befand Schneider. Die irre
Schlussphase eröffnete Marcel Ulrich, der für den ersten Ausgleich seit
der Halbzeit sorgte. Kurz darauf kassierte Stankevicius zwei Minuten
und Jacob Schlichter lupfte die Führung an den Lober. Dann kamen
Glück und Nervenstärke zusammen, als zunächst Ivo Doberenz mit dem
Pfosten im Bunde war und Schlichter 30 Sekunden vor Ultimo die Partie
per Siebenmeter entschied.
NHV-Vize Steffen Menzel atmete tief durch: "Da war alles drin." Etwas
weniger Aufregung hätte sicher nicht geschadet. "Aber dafür müssen wir
durchweg ans Limit gehen", sagte Schneider, "und das haben wir heute
nicht gemacht".
Johannes David
(c) Leipziger Volkszeitung
SG Delitzsch: Neuhäuser, Sarközy; Weikert, Bräuer 1, Groeschel 2,
Fuhrmann, Bönke, Strehle 5, Schlichter 7/4, Thomas, Ulrich 2, Doberenz
3, Juknat, Jungandreas 8
Linktipp: 48 Bilder vom Spiel gegen Kamenz
Frauen: Klarer Heimsieg, großer Jubel
Montag, 12.12.2011 - NHV - Leipziger SV Südwest 21:17 (6:7)
Die Verbandsligafrauen vom NHV Concordia Delitzsch siegen nach einer
grandiosen zweiten Halbzeit vor heimischem Publikum gegen den
Tabellensechsten LSV Südwest mit 21:17 (6:7).
Die letzte Chance in
der Hinrunde noch
zwei Punkte zu
ergattern, war für die
NHV-Frauen das
Heimspiel gegen die
Frauen des LSV.
In der ersten Halbzeit
kam keine Mannschaft
so richtig ins Spiel. Die
Abwehrriegen arbeiteten auf beiden Seiten sehr konzentriert und es
gelang keiner Mannschaft sich richtig abzusetzen (2:2, 4:4). Erst gegen
Ende der ersten Spielhälfte hatte LSV Südwest aber etwas die Nase vorn
und so ging man bei einem Spielstand von 6:7 in die Kabinen.
Für die zweite Halbzeit mussten die Frauen aus Delitzsch auf jeden Fall
einen Zahn zulegen, um das Spiel noch für sich zu entscheiden. Und das
taten sie dann auch, denn jetzt spielten sie schneller nach vorne und
brachten so die Abwehr des LSV durcheinander. Vor allem Ulrike Schulz
konnte durch platzierte Würfe aus der zweiten Reihe Bälle im
gegnerischen Tor unterbringen.
Auch in der Defensive arbeitete man konsequenter und konnte die
verworfenen Bälle der Gegner nutzen um mit schnellen Kontern weitere
Tore zu erzielen. In dieser Phase trafen die Gastgeberinnen insgesamt 8
mal hintereinander und drehten das Blatt zum 15:9. Der Trainer der
Gäste nahm in der 44. Minute die Auszeit, um den Delitzscher Spielfluss
zu unterbrechen und seinen Frauen Anweisungen zu geben.
Der Versuch Ulrike Schulz durch eine Manndeckung aus dem Spiel zu
nehmen gelang nur kläglich, denn sie konnte sich immer wieder
Richtung Tor absetzen und weitere Tore erzielen. Aber auch die anderen
Spielerinnen, darunter die zwei A-Jugend-Spielerinnen Julia Schröter
und Maria Farin brachten sich gut ein und trauten sich mehr zu.
In der Deckung arbeitete besonders Melanie Warzecha hervorragend und
machte es den gegnerischen Spielerinnen richtig schwer, Richtung Tor zu
kommen. Auch wenn die LSV-Frauen alles versuchten, hatten sie den
Concordinnen nicht mehr viel entgegen zu setzen. Diese hielten bis kurz
vor Spielende einen 5-Tore-Vorsprung und hatten damit auf jeden Fall
den Sieg in der Tasche (19:14, 20:15).
Durch einen 7-Meter erzielten die Frauen aus Leipzig ihr letztes Tor in
diesem Spiel. Die NHV-Frauen und die eigenen Fans freuten sich
sichtlich über den 21:17 Heimsieg und gehen als Tabellensiebter in die
Rückrunde.
Nach der Weihnachtspause geht es für die Concordinnen am 8. Januar
2012 zu gewohnter Zeit in der ABH gegen die DHfK-Frauen weiter.
NHV: Lange, Rauhut; Robitzsch, Grundei (2), Farin (2/1), Holten (7/2),
Warzecha (1), Schulz (7/1), Schoof (1), Schröter, Katzschke (1), Wildführ
7-Meter: Delitzsch 4/6, LSV Südwest 4/5
Linktipp: 50 Bilder bei Facebook (c) Ina Wildführ
Weibliche A-Jugend: Deutlicher Sieg im Kreisderby
Montag, 12.12.2011 - HV Glesien - NHV 13:26 (8:12)
Zum letzten Spiel dieses Jahres trat die weibliche A-Jugend des NHV
auswärts gegen den HV Glesien an. Trotz einiger Befürchtungen
benötigten unsere Mädels glücklicherweise nur sehr kurze Zeit, um ihr
Spiel an die kleine Glesiener Turnhalle anzupassen. Da die A-Jugend
immer noch mit Langzeitverletzten zu tun hat und diesmal auch noch 2
Mädels auf Trainerlehrgang waren, halfen freundlicherweise 4 Mädchen
der B-Jugend aus, die sich hervorragend in die Mannschaft integrierten.
Nach nur 10 Minuten konnte sich der NHV schon zum 1:5 absetzen.
Gegen Ende der 1.Halbzeit aber kam Glesien noch einmal gefährlich nah
(8:11), was durch viele Fehlwürfe der Concordinnen begünstigt wurde.
Nach der Pause dominierten unsere Mädchen das Spiel vor allem durch
ihr sehr gutes Deckungsverhalten, so dass der Gastgeber nicht mehr als
5 Tore erzielen konnte. Am Ende gewann Concordia das Spiel klar mit
26:13 und konnte sich seinen 3.Tabellenplatz in der Bezirksliga sichern.
NHV: Casandra Reichstein, Eva Teppke, Lydia Klingner (5), Maria Farin
(3/2), Julia Schröter (3), Laura Krüger (10/3), Laura Säuberlich, Sophie
Spitzka (5), Natalie Marquar
Männliche C-Jugend: Klare Sache in Mockau
Sonntag, 11.12.2011 - TuS Leipzig-Mockau II – NHV 15:30
Gegen die Zweite Mannschaft hatten unsere Jungs in keiner Phase des
Spiels Probleme. In Halbzeit Eins gelang es der Mockauer Sachsenliga
Reserve nur 5 mal unseren starken Torwart Adrian Scheer zu
überwinden. Im Angriff wie auch in der Abwehr wurden die vom Trainer
Wladimir Maltsew ausgegebenen taktischen Vorgaben umgesetzt. „Das
was wir in dieser Woche im Training geübt haben, hat geklappt. Ich bin
zufrieden.“ So des Trainers Fazit. Jetzt ist erst einmal Zeit zum
Verschnaufen und im Januar kann dann der derzeitige 3. Platz in der
Bezirksliga verteidigt werden.
Vielen Dank den Eltern und allen ein schönes Weihnachtsfest!
Männliche D-Jugend: Fehlende Deckung kostet Sieg
Sonntag, 11.12.2011 - NHV - HSV Mölkau-Die Haie 32:35 (13:15)
67 Tore in 40 Spielminuten. Das Ergebnis lässt ahnen, dass es bei der
Begegnung der beiden Bezirksligisten der D-Jugend rasant zur Sache
ging. Beide Teams versuchten, das Spiel im Angriff zu entscheiden. Der
NHV hat verloren. „Das stimmt so nicht“, konstatierte im Anschluss der
Delitzscher Trainer Mario Huhn. „Wir haben ohne Deckung gespielt,
deshalb haben wir verloren.“
Die Concorden kamen eigentlich gut ins Spiel. Schnell führten sie mit
3:0 Toren. Dann unterlief ihnen der erste Fehler und statt 4:0 stand es
3:1/3. Spielminute. Nach 6 Minuten waren auch die Haie aus Mölkau im
Spiel angekommen und begannen mit der Aufholjagd. 6:5 nach 9
Minuten – Das Spiel wurde kampfbetonter. In dieser Phase spielten die
Concorden viel zu eng und ließen ihren eigentlich gut aufgelegten
Tormann Hannes in der Deckung mehr und mehr im Stich. Ab Mitte der
ersten Spielhälfte war das Match dann offen. Mölkau gelang der
Ausgleich und schließlich die erste Führung (9:10/16.).
Nach der Halbzeitpause wurde das Spiel bei wechselnder Führung
hektisch. Die Zuspielfehler nahmen auf beiden Seiten zu – ebenso die
Empfindsamkeit einzelner Spieler in beiden Teams. Die zunehmende
Ruppigkeit lässt vermuten, dass der Schiedsrichter getestet wurde, wie
weit er mitgeht.
So kann man kein Spiel gewinnen. Diese Lehre haben die jungen
Concorden hoffentlich aus dieser unschönen Begegnung gezogen.
NHV: Titus Steinbach, Jens-Peter Wystub, Tom-Niklas Kruhl, Liam
Hiltscher, Philipp Gläser, Marcus Kalbe, Justin Gehre, Max Berger, Tobias
Karl, Bruno Bernhardt, Max Geßner, Hannes Claus
Akademie bringt Füchse Berlin an Rand einer
Niederlage
Sonntag, 11.12.2011 - HA Leipzig/Delitzsch - Füchse Berlin 29:31 (14:16)
Die Handball-Akademie hat gegen die ungeschlagene SG Spandau/
Füchse Berlin in der A-Jugend-Bundesliga knapp mit 29:31 (14:16)
verloren. Dabei führten die Hausherren vor 500 Zuschauern in der
Leipziger Brüderstraße mehrmals. "Mein Team hat hervorragend gespielt
und Berlin mächtig geärgert. Am Ende haben Kleinigkeiten entschieden,
was wirklich schade ist", erklärt Trainer Jörg Neumann.
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Spielergebnisse Wochenende 10./11.12.2011
Männer (SL)
SG DHfK/NHV Delitzsch – HVH Kamenz
28:27
Männer (BL)
NHV – LRC Mittelsachsen II
32:18
Frauen (VL)
NHV – Leipziger SV Südwest
21:17
mJA (JBL)
HA Leipzig/ Delitzsch – SG Spandau/Füchse
29:31
mJC (BL)
TuS Leipzig-Mockau II – NHV
15:30
mJD (BL)
NHV – HSV Mölkau
32:35
mJE (KL)
HSG Rückmarsdorf – NHV
11:17
wJA (BL)
HV Glesien 1929 – NHV
13:26
wJB (SL)
spielfrei
wJC (KL)
NHV – SG Germania Zwenkau
36:08
wJD (KL)
SV Lok Leipzig-Mitte – NHV
32:04
SL … Sachsenliga
VL … Verbandsliga
JBL …Jugend-Bundesliga
BL … Bezirksliga
KL … Kreisliga
Sachsenliga Männer: Bräuers Medizin gegen Kamenz
Freitag, 09.12.2011 - Der hart erarbeitete
Sieg beim Tabellenführer Plauen ging nicht
spurlos an den Herren der SG DHfK/NHV
Delitzsch vorbei. Zum Training am Dienstag
erschien nur ein versprengtes Häuflein.
Selbst Chefcoach Michael Schneider hatte
das Spitzenspiel offenbar schwer
mitgenommen. Auch der 36-Jährige lag
flach und hütete brav die heimische
Bettenbastion. Aber schon gestern stand er
wieder kerzengerade und auch die Schar
seiner Schützlinge, die der abschließenden
Leibesertüchtigung beiwohnten, war
sprunghaft gestiegen. Vor der Sachsenliga-
Partie gegen den HVH Kamenz am Sonntag
wollte sich schließlich jeder noch einmal von seiner besten Seite
präsentieren.
Doch auch für die Ruhepausen zeigt Schneider Verständnis, die seien
völlig normal und nicht dramatisch. "Es bringt nichts zu überpacen.
Einigen, die zuletzt viel stemmen mussten, tat es sicher gut, sich mal zu
regenerieren." Doch mit der Regeneration sollte es spätestens am
dritten Advent vorbei sein - und tatsächlich sieht es momentan so aus,
als könne die SG personell gegen Kamenz aus dem Vollen schöpfen.
Lediglich der Einsatz des kränkelnden Schlussmanns Stephan Sarközi
steht noch auf der Kippe.
Die Gäste - auch bekannt als Tabellenachter - schätzt Schneider
folgendermaßen ein: "Ein unbequemer Gegner, der uns körperlich
überlegen ist und in der Abwehr mit gesunder Härte agiert." Speziell die
rechte Seite, gespickt mit den beiden Toptorschützen des Teams Sven
Schäfer und Aurelijus Stankevicius, sei brandgefährlich. Auf der rechten
Seite der Delitzscher kehrte vor kurzem jemand zurück, der dem Spiel
der SG noch mehr Alternativen gibt, Christian Bräuer. "Er hat unsere
gesamte Vorbereitung mitgemacht, weiß also worauf es ankommt", sagt
Schneider über den Medizinstudenten. Der 30-Jährige verbrachte im
August und September acht Wochen in Indien, sammelte dort praktische
Erfahrung. Seit kurzem gehört er nun wieder zur ersten Garde der SG.
Angesichts seiner baldigen Profession dürfte ihm sicher ein Mittelchen
gegen Kamenz einfallen.
Übrigens steht nach der Begegnung eine besinnliche Weihnachtsfeier an,
zusammen mit Freundinnen und Familie geht der SG-Tross essen. Eine
etwas ausschweifendere "Christmas Party" gab es im Kreise der Spieler
nach dem Sieg in Plauen. "Soll ganz zünftig gewesen sein", sagt Michael
Schneider. Dem ist nichts hinzuzufügen.
Johannes David
(c) Leipziger Volkszeitung
Märchenhaft: SG entzaubert Spitzenreiter
Montag, 05.12.2011 - HC Einheit Plauen - NHV 29:30 (16:15)
Märchenhaft: Ein Aufsteiger ist ausgezogen, der Handball-Sachsenliga
das Fürchten zu lehren. Die SG DHfK/NHV Delitzsch hat bei
Tabellenführer Einheit Plauen mit 30:29 gewonnen, sich selbst damit
vorübergehend auf Rang zwei katapultiert und für Hochspannung in der
höchsten sächsischen Spielklasse gesorgt.
Der glückseelige Trainer Michael Schneider feuerte eine Lobes-Salve
nach der anderen ab, die sich vielleicht am besten mit folgendem Satz
zusammenfassen lassen. "Wir haben ein perfektes Spiel abgeliefert und
genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten." Nämlich sehr
offen zu decken, um den gefürchteten Plauener Rückraum nicht in
Tornähe und schon gar nicht ins Spiel kommen zu lassen. So verlief die
hochklassige Partie über 60 Minuten fast immer ausgeglichen. Durch die
Delitzscher Defensivtaktik ergaben sich zwar hin und wieder einige
Löcher am Kreis, doch viele Ballgewinne und einige blitzschnelle Konter
machten diesen Makel des Systems mehr als wett. "Wir haben viele
unkontrollierte Würfe erzwungen und waren in der entscheidenden
Phase hellwach", konstatierte Schneider. "Eine geschlossene
Mannschaftsleistung."
Das traf auch auf die Abteilung Attacke zu. Die agierte variabel und
schwer ausrechenbar, wie eine Gleichung mit drei Unbekannten. Jan
Jungandreas ragte mit elf Treffern aus dem Offensivverbund heraus.
Sein Trainer freute sich aber nicht nur über die Anzahl der Treffer,
sondern über die Art und Weise, wie sie zu Stande kamen. "Spielerisch
schön" sei vieles gewesen. "Jeder hat sich optimal eingebracht." Selbst
in der kritischsten Phase der Begegnung für die Gäste, als das Team im
zweiten Durchgang zwischenzeitlich mit drei Toren zurücklag, blieben
Selbstzweifel aus. Die SG kam nicht nur wieder heran, sondern setzte
sogar den Blinker und zog auf die Überholspur. "Da haben wir ihnen den
Zahn gezogen", sagte Hobbydentalmediziner Schneider.
Nur noch einen Punkt liegen die Delitzscher jetzt hinter Plauen, das
böse A-Wort vermeidet man trotzdem weiterhin stur. Der Aufstieg des
Aufsteigers? Zu viel des Guten, Herr Schneider? "Wir sind natürlich sehr
froh, dass wir so gut dastehen. Aber es ist noch nicht einmal Saison-
Halbzeit. Alles andere ist noch sehr weit weg", antwortet der Trainer. Er
hoffe natürlich auf eine neuerliche Handball-Euphorie am Lober. "Aber
alles andere ist für uns nicht relevant." Naja, eine Sache wäre da aber
noch: "Wir wollen so lange wie möglich die Großen ärgern." Eine
Kampfansage klingt zwar anders, liegt aber vielleicht daran, dass man
inzwischen selbst wieder zu den Großen der Sachsenliga gehört. Oder
zumindest auf bestem Weg dorthin schlendert. Und das Märchen ist noch
nicht zu Ende erzählt.
Johannes David
(c) Leipziger Volkszeitung
SG DHfK/NHV Delitzsch: Max Neuhaeuser (19 Paraden), Marcel Reinert,
Andreas Weikert, Marcel Ulrich (3), Jan Jungandreas (11), Frank Boenke,
Kevin Wilke, Jacob Schlichter (6/2), Jens Groeschel (1), Matthias Juknat
(1), Matthias Strehle (6), Christian Braeuer (1), Ivo Doberenz (1), Robert
Fuhrmann
Loberhaie unterwegs: Sieg im Spitzenspiel in Plauen!
Sonntag, 04.12.2011 - HC Einheit Plauen - NHV 29:30 (16:15)
Tabellenführer gegen Tabellendritten, eine Konstellation, die die Fans
elektrisierte. Vor über 600 Zuschauern, darunter der Fanclub Loberhaie,
gab es ein würdiges Spitzenspiel.
Unser SG-Team begann sehr engagiert und ließ in der ersten
Viertelstunde die Hausherren nicht zur Entfaltung kommen. Angefangen
vom bärenstarken Max Neuhäuser im Tor über eine stabile Abwehr
gelang es, immer knapp in Führung zu bleiben. Richtung Halbzeitpause
kamen die Plauener besser ins Spiel, es wurde sehr intensiv (aber fair)
gefightet und Plauens gefürchteter Rückraum konnte jetzt öfter
einnetzen. Das Spiel wogte hin und her mit leichten Vorteilen für den
Gastgeber, so dass das Halbzeitresultat von 16:15 für den HC dem
Spielverlauf entsprach.
Nach dem Seitenwechsel schien das Erwartete einzutreten. Plauen
wurde immer stärker und profitierte von zahlreichen Fehlern im
Angriffsspiel der Gäste. Zwischenzeitlich lagen die Gastgeber mit vier
Toren in Front und alles schien seinen gewohnten Lauf zu nehmen.
Dann kam die Zeit von Jan Jungandreas. In der ersten Halbzeit blass,
zeigte er jetzt sein Kämpferherz, von dem sich die Mannschaft
mitreißen lies. Tor um Tor kämpfte man sich wieder heran und die
letzten Minuten gehörten der SG. Auf allen Positionen wurde
aufopferungsvoll gekämpft und damit schien Plauen nicht gerechnet zu
haben. Der sonst so starke Angriff warf die Bälle nur so weg, und ca. 1
½ Minuten vor Schluss ging unser Team erstmals nach langer Zeit wieder
in Führung und wir Fans auf der Tribüne waren uns sicher, einen Punkt
haben wir. Es sollte aber noch besser kommen. Einheit spielte seinen
Angriff und bekam knapp eine halbe Minute vor der Schlusssirene einen
Siebenmeter zugesprochen. Max Neuhäuser hatte aber nicht vor, die
knappe Führung herzugeben. Er parierte den Siebenmeter und warf sich
in den Nachwurf und hielt auch diesen! Jetzt war auf der (Delitzscher)
Tribüne und im Lager der Gäste der Teufel los. Die letzten Sekunden
wurden heruntergespielt und mit dem Schlusspfiff gab es bei Spielern
und Fans kein Halten mehr – was für ein Sieg!
29:30 den Tabellenführer in eigener Halle geschlagen, Danke Jungs!
(c) Hartmut www.loberhaie.de
SG DHfK/NHV Delitzsch: Max Neuhaeuser (19 Paraden), Marcel Reinert,
Andreas Weikert, Marcel Ulrich (3), Jan Jungandreas (11), Frank Boenke,
Kevin Wilke, Jacob Schlichter (6/2), Jens Groeschel (1), Matthias Juknat
(1), Matthias Strehle (6), Christian Braeuer (1), Ivo Doberenz (1), Robert
Fuhrmann
Frauen: Niederlagenserie reißt nicht ab
Sonntag, 04.12.2011 - SV Mittweidatal 06 - NHV 25:23 (16:11)
Beim SV Mittweidatal 06 konnten die Frauen des NHV Concordia
Delitzsch dieses Wochenende nicht die erhofften zwei Punkte mit nach
Hause nehmen. Sie verloren beim Auswärtsspiel mit 25:23 (16:11).
Verletzungsgeschwächt, aber mit zwei A-Jugend Spielerinnen und vielen
Fans zur Unterstützung fuhren die Delitzscherinnen nach
Schwarzenberg.
Mit Siegeswillen und dem Gedanken, das Spiel heute für sich zu
entscheiden, begann das Spiel in der sehr rutschigen Halle gegen die
Frauen des SV Mittweidatal 06. Da konnten sich die NHV-Frauen auch
noch mit ihren Kombinationen mit 3:1 absetzen.
Doch merkte man schon in der Anfangsphase, dass die
Mittweidatalerinnen eine aggressive Spielweise hatten und diese nicht
wirklich durch die zwei Schiedsrichter geahndet wurde. Jedoch verloren
die Delitzscherinnen im Angriff durch ungenaue Pässe häufig den Ball
und dies nutzten die Gastgeberinnen gnadenlos aus und drehten das
Blatt nach einer viertel Stunde Spielzeit zum 6:4. In der Defensive lief
es in dieser Phase auch nicht besser und man ließ sich durch einfache
Finten austricksen. So bauten die Gegnerinnen den Spielstand immer
weiter aus (11:5). Die mitgereisten Zuschauer aus Delitzsch mussten das
Gefühl haben, auf dem Feld steht eine andere Mannschaft, als letzte
Woche, denn man nutzte die Chancen einfach nicht aus und ließ sich
von der Härte der Gegnerinnen zu sehr beeindrucken. Viel zu schnell
wurde in der Offensive abgeschlossen und es wurde sich zu sehr an das
Tempo der Gegner angepasst. Ebenso wurden die Tipps der beiden
Trainer einfach nicht umgesetzt. Somit endete die erste Spielhälfte mit
16:11 und beide Mannschaften gingen in die Kabinen.
Die Ansprache der NHV-Trainer in der Halbzeit musste gefruchtet haben,
denn endlich besann sich die Mannschaft auf ihre eigenen Stärken,
verwandelte gnadenlos den Ball im gegnerischen Tor und konnte damit
den Abstand auf 18:16 verkürzen.
Jedoch hielt dies nicht lange an, wieder passierten Abspielfehler und
Fangfehler und die Deckung war wie ein löchriger Käse und man ließ die
Gegner zu einfach durch spazieren. Somit konnten diese sich erneut
einen Abstand von 5 Toren erkämpfen (21:16). Die Concordinnen
konnten etwa drei Minuten vor Abpfiff das Spielende doch nochmal
offen halten und warfen sich Tor für Tor zum 23:22.
Jedoch mussten sie das Spiel schlussendlich doch verloren geben und
ohne zwei Punkte wieder nach Hause fahren (25:23).
NHV: Lange, Rauhut; Robitzsch, Grundei (1), Farin (3), Holten (5),
Warzecha, Schulz (9/2), Schoof (4/2), Schröter, Katzschke (1)
7-Meter: Delitzsch 4/6, Mittweidatal 2/4
Weibliche A-Jugend: Überzeugender Sieg beim Zweiten
Sonntag, 04.12.2011 - HSV Mölkau - NHV 18:24 (6:11)
Am späten Sonntagnachmittag traten unsere Mädels mit nur 8
Spielerinnen beim Tabellenzweiten Mölkau an. Es vergingen ganze 6
Minuten, bis Delitzsch das erste Tor erzielen konnte, da beide
Mannschaften eine sehr kompakte 6:0 Deckung spielten. Bis zum 4:5 (15
min.) verlief das Spiel recht ausgeglichen. Dann gelangen unseren
Mädels 4 Tore in Folge und es kehrte mehr Sicherheit in ihr Spiel ein.
Mölkau wiederum scheiterte ein ums andere Mal an der gut aufgelegten
Delitzscher Torhüterin Casandra Reichstein. Auch nach der Pause kam
der Gastgeber nie mehr als 4 Tore heran. Alle Spielerinnen konnten sich
in die Torschützenliste eintragen und der NHV siegte durch eine
mannschaftliche Geschlossenheit und Kampfeswillen bis zum Spielende.
Casandra Reichstein; Maria Farin 7/1, Julia Schröter 1, Laura Krüger
5/1, Denise Samland 2, Eva Teppke 2, Lydia Klingner 1, Andrea Lohse 6
Weibl. B-Jugend: Spannendes Spiel trotz Favoritenrolle
Sonntag, 04.12.2011 - NHV - HV Chemnitz 19:14 (9:7)
Der Tabellenfünfte empfing den Tabellenletzten. Die Favoritenrolle
beim Oberligaspiel der weiblichen B-Jugend am Sonntag in der
Delitzscher Artur-Becker-Halle war klar vergeben. Dennoch vergingen
zunächst drei torlose Minuten, bevor den NHV-Juniorinnen der erste
Treffer gelang, doch schnell lagen sie dann mit 4:0 Toren in Führung. Die
Gäste scheiterten ein ums andere Mal an der gut aufgelegten
Delitzscher Torhüterin Lisa Beyer. Erst nach neun Minuten gelang ihnen
der erste Treffer – vom Siebenmeterpunkt. Bis zum Halbzeitpfiff folgten
weitere drei Siebenmeter für Chemnitz, von denen noch zwei
verwandelt wurden. Langsam kamen die Gäste in Fahrt und errangen in
der 20. Spielminute den Anschlusstreffer zum 7:6. In dieser Phase ließen
die Concordinnen bereits ihre Schnelligkeit und Spritzigkeit vom Anfang
vermissen. Trotzdem gingen sie mit zwei Toren Vorsprung in die
Halbzeitpause.
In der Kabine muss dann besonders die Ansprache des Chemnitzer
Trainers gefruchtet haben. Es kehrte eine andere Mannschaft aufs
Parkett zurück. Den Gästen gelangen vier Treffer in Folge. Sie holten
auf, glichen aus und lagen schließlich mit zwei Toren in Führung (9:11),
während Delitzsch sieben Minuten lang torlos dem Ball nur hinterher
jagte. Nachlässigkeit im Abschluss sowie unnötige Ballverluste durch
Zuspielfehler dominierten das Spiel der Concordinnen. Schließlich ging
jedoch ein Ruck durch die Mannschaft. Die Concordinnen besannen sich
auf ihre Stärke, gingen zu offensiver Deckung über und drehten das
Spiel endgültig. Das letzte Spieldrittel verlief sehr kampfbetont. Der
NHV reizte dabei alle gelben Karten aus und kassierte auch noch eine 2-
Minuten-Strafe. Doch die Gäste konnten keinen Vorteil aus dem
Überzahlspiel schlagen, bekamen insgesamt 7 Siebenmeter
zugesprochen, von denen sie jedoch nur vier verwandelten. Letztendlich
demonstrierten die Gastgeber in mannschaftlicher Geschlossenheit ihre
spielerische Überlegenheit und gewannen dieses Match verdient mit
19:14 Toren.
Mit diesem Sieg kletterten die NHV-Concordinnen auf Platz drei der
Sachsenligatabelle. In einer Woche treffen sie in Hoyerswerda auf den
Tabellenzweiten.
NHV: Lisa Beyer; Johanna Müller (1), Yvonne Wystub, Natalie Marquar
(5), Sophie Ogrodowski, Laura Krüger (4), Elisa Aschenbach (2), Sarah
Seifert, Michele Quasdorf (5), Laura Säuberlich (1), Sophie Spitzka (1)
Männliche C-Jugend: Überlegene Bornaer
Sonntag, 04.12.2011 - NHV - Bornaer HV 09 21:42
Auch in der Rückrunde hatten die „kleinen“ C-Jugendlichen des NHV
Concordia keine Chance das Spiel gegen Borna zu gewinnen. Der
körperliche Unterschied betrug gefühlte 50 kg und 30 cm, wie gesagt im
Durchschnitt! Umso sehenswerter waren die Tore von z.B. Philipp und
Max. Die Zuschauer sahen zeitweise schönen Kombinationshandball und
einen gut aufgelegten Adi im Tor. Trainer Wladimir Maltsew war
natürlich noch nicht zufrieden: „Ich will jedes Spiel gewinnen!“ sagte er
augenzwinkernd nach dem Spiel. „Es gab noch viele Situationen, da
wurde der freie Mann zu spät gesehen. Das müssen wir noch
verbessern.“ Der Gästetrainer Frank Klingler, der auch die
Bezirksauswahl des Jahrganges 1998 mit Oskar und Niels betreut, war
mit den 14 Gegentoren in der ersten Halbzeit höchst unzufrieden.
NHV: Oskar Emanuel, Adrian Scheer, Hannes Wolfram, Niels Stolzenburg,
Philipp Milkner, Niklas Girndt, Lukas Wittwer, Max Wenzel, Karl Wagner,
Jonas Kopp
HB-Akademie: Unentschieden beim THW Kiel
Sonntag, 04.12.2011 - THW Kiel - HB-Akad. L./Delitzsch 31:31 (17:13)
Die Bundesliga-Jugend der Handball-Akademie ist im Auswärtsspiel beim
Mitkonkurrenten THW Kiel nicht über ein 31:31 (17:13) – Unentschieden
hinaus gekommen. "Unsere Deckung stand heute wirklich sehr gut, doch
wir haben den Sieg trotz zwischenzeitlicher Drei-Tore-Führung durch
mangelnde Chancenverwertung in der zweiten Hälfte aus den Händen
gegeben", zeigt sich Trainer Neumann zwiegespalten
.
weiterlesen
Spielergebnisse Wochenende 03./04.12.2011
Männer (SL)
HC Einheit Plauen – SG DHfK/NHV Delitzsch
29:30
Männer (VL)
HSG Freiberg II - SG DHfK/NHV Delitzsch II
26:29
Männer (BL)
SV Lok Leipzig-Mitte – NHV
25:23
Frauen (VL)
SV MWT Raschau-Markersbach – NHV
25:23
mJA (JBL)
THW Kiel – HA Leipzig/ Delitzsch
31:31
mJC (BL)
NHV – Bornaer HV 09
21:42
mJD (BL)
spielfrei
mJE (KL)
NHV – TSG Schkeuditz
16:17
wJA (BL)
HSV Mölkau – NHV
18:24
wJB (SL)
NHV – HV Chemnitz
19:14
wJC (KL)
SV Lok-Leipzig-Mitte – NHV
21:17
wJD (KL)
NHV – BSC Victoria Naunhof
03:21
SL … Sachsenliga
VL … Verbandsliga
JBL …Jugend-Bundesliga
BL … Bezirksliga
KL … Kreisliga
Sachsenliga Männer: Stolperstein oder Schlachteplatte?
Freitag, 02.12.2011 - SG DHfK/NHV Delitzsch reist zum Spitzenspiel
nach Plauen
Der Spitzenreiter erwartet den Dritten, die beste Offensive der Liga
trifft auf die beste Defensive. Morgen um 16 Uhr empfängt Einheit
Plauen die SG DHfK/NHV Delitzsch. Oder kurz gesagt: Das Spitzenspiel
der Handball-Sachsenliga steht ins Haus.
SG-Trainer Michael Schneider müht sich trotz der bislang
ausgezeichneten Saison des Aufsteigers redlich, eine übergroße Euphorie
zu vermeiden. Er weiß sehr wohl, um die Begeisterungsfähigkeit der
früheren Handball-Hochburg am Lober. "Wir müssen den Ball flach
halten. Es ist einfach nur sensationell, was die Jungs zurzeit leisten",
sagt Schneider, der selbst momentan ziemlich die Nase voll hat.
Krankheitsbedingt. Doch nicht nur der Coach schwächelt, auch der
zuletzt bestens aufgelegte Schlussmann Stephan Sarközy droht am
Wochenende auszufallen (Schneider: "Das wäre eine extreme
Schwächung"). Ganz sicher nicht auflaufen wird Eric Thomas, der sich
vor Wochenfrist gegen Zwönitz eine Platzwunde am Kopf zuzog.
"Wir müssen also mal wieder improvisieren", erzählt Kreativdirektor
Schneider, "mal sehen, wie das gegen ein absolutes Topteam
funktioniert". Immerhin ist Rückraumschütze Andi Weikert gestern
wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, kommt für einen
Kurzeinsatz in Frage. Gerade im Rückraum ist Schneider für jeden, der
einigermaßen geradeaus laufen und -werfen kann, dankbar. Erst recht
gegen Plauen, die genau dort ihre Stärken haben. "Wir versuchen
natürlich, im Training darauf hinzuarbeiten", sagt der Handballlehrer.
Sprich, mit aggressiver Verteidigung den großen Jungs die Lust am Spiel
nehmen, was gegen Zwönitz ausgezeichnet funktionierte.
Wunderdinge sind aber dennoch nicht zu erwarten, denn gegen eine
Mannschaft aus der Top 5 hat Delitzsch - auch in besserer Besetzung - in
dieser Saison noch nicht gewonnen. Deswegen spricht Schneider auch
von einem "vorweihnachtlichen Wunder, wenn wir dort gewinnen". Falls
aber doch, würde die Liga kurz vor der Mini-Winterpause vor Spannung
zerbersten, könnte es passieren, dass die ersten fünf Mannschaften nur
zwei Punkte (und etwas mehr Tore) auseinanderliegen. Mit so viel
Spekulation und Konjunktivismus mag Schneider sich aber nicht
beschäftigen. Einen kleinen Fehdehandschuh hat er aber doch dabei.
"Wir fahren nicht nach Plauen, um uns abschlachten zu lassen. Wir
können zum Stolperstein werden, wenn wir unsere Stärken optimal
ausspielen." Samstagabend, gegen 17.30 Uhr, ist die Liga schlauer.
Johannes David
(c) Leipziger Volkszeitung
Jungsenioren bezwingen NHV-Behindertensportgruppe
Donnerstag, 01.12.2011 - Vereinsinterne Derbystimmung im Delitzscher
Artur-Becker-Sportkasten zu später Stunde: Auf der einen Seite die Alte-
Herren-Riege des NHV Concordia Delitzsch um Spielertrainer Frank
Schröder. Auf der anderen die Behindertensportgruppe des
Handballklubs unter Regie der Übungsleiter Andrea Jäckel und Dirk
Woelki. Letzterer streifte sich für eine ausgewogenere Ausgangslage
selbst das Trikot über. Denn natürlich galten die Schröder-Schützlinge,
die ebenso wie die Konkurrenz einmal wöchentlich trainieren, als klare
Favoriten.
Anfangs verlief die Partie allerdings alles andere als eindeutig und -
seitig. Aus ihrer Überlegenheit auf dem (nicht vorhandenen Protokoll-
)Papier konnten die selbsternannten "Jungsenioren" nur wenig Vorteil
herausschlagen. Die Anzeigetafel vermeldete fast im gesamten ersten
Drittel ein stetig anwachsendes Remis und zur ersten Verschnaufpause
ein 8:7 zugunsten der Nachwuchs-Oldies. Im schummrigen Neonlicht des
mittelschulischen Sporttempels hielt die Woelki-Sieben, die sich aus
zwölf ambitionierten Vertretern rekrutierte, souverän mit.
Das hatte zahlreiche Gründe. Zum einen harmonierten die beiden
Leistungsträger der Behindertensportler hervorragend. Stephan
Ronschkowiak und Ronny Gross - vor kurzem bei den Special Olympics in
Athen mit dem vergoldeten Nationalteam am Start - dominierten aus
taktischer Sicht eindeutig das Geschehen, glänzten immer wieder mit
erfolgsgekrönten Kombinationen. Zum anderen avancierte Schlussmann
Uwe Vogt zum Spieler des Abends, vereitelte unzählige Großchancen der
Ü40er.
Auf der gegenüberliegenden Seite hingegen wirkten die Torhüter eher
blass. Der selbstkritische Blick von Thoralf Kaukusch nach der
Schlusssirene kam aus der Schublade "war diesmal nix". Und tatsächlich
bekam der Delitzscher kaum eine Hand an den Ball, war sprichwörtlich
löchrig wie ein Schweizer Käse. Mag allerdings auch daran gelegen
haben, dass Ronschkowiak aus nahezu jeder Position und in jeder
gegnerischen Abwehrstellung Schussmöglichkeiten und Lücken fand.
Zwölfmal klingelte es nach seinen wuchtigen Würfen im Kasten der
Senioren. Erhaschter Kommentar aus den Reihen der NHV-Opas nach
dem Abpfiff: "Der hat uns richtig abgeschossen." Ein Glück, dass
Schröder auf einen vollständig angetretenen 14-Mann-Kader
zurückgreifen konnte. Und diesen Luxus auch in Anspruch nahm. Ständig
wurde rotiert.
War im Übrigen auch das Prinzip der in weiß auflaufenden
Behindertenabteilung. Einsatzzeiten wurden nach dem Prinzip "Wer war
noch nicht?" vergeben und am Ende ein respektables Resultat (20:27)
eingefahren. Aber "auf das Ergebnis kommt es eh nicht an", gab Woelki
zu Protokoll. Wohlgemerkt "bei einem solchen Testspiel". Denn im
Allgemeinen verfolgen die Delitzscher ehrgeizige sportliche Ziele,
wollen im nächsten Jahr geschlossen bei den nationalen Special
Olympics in München auflaufen. Ehrgeiz hat auch Schröder. Bei gleich
drei großen Wettbewerben wollen seine "Nachwuchs-Senioren" anno
2012 die Haltbarkeit von Sehnen, Gelenken und Muskelsträngen auf die
Probe stellen. Auch ein Turnier für Fan- und Spaßmannschaften in den
heimischen Gemäuern ist angedacht.
Daniel Kaiser
(c) Leipziger Volkszeitung