NHV Concordia Delitzsch 2010 e.V.
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Newsarchiv - Januar 2011 (01.-21.01.)
Zu den News vom 24.01.-31.01.2011)
21.01.2011
1. Männer NHV will gegen Zwönitz Wende einleiten
18.01.2011
1. Männer: Der NHV und die Unglückszahl 13
18.01.2011
2. Fanclubturnier in Delitzsch am 16.01.2011
18.01.2011
2. Männer: Knapp an Sensation vorbei
17.01.2011
Frauen: Unnötige Niederlage gegen Tabellendritten
17.01.2011
Weibliche C-Jugend II: Miriams großer Tag
17.01.2011
Weibliche C-Jugend: Deutlicher Pflichtsieg
17.01.2011
Ergebnisse Wochenende 15./16.01.2011
14.01.2011
Mit fünf Neuen in die Wochen der Wahrheit
12.01.2011
Neues Mannschaftsfoto und Einzelporträts online
12.01.2011
Fanclub-Turnier in Delitzsch
10.01.2011
1. Männer: Starke Phasen reichen (noch) nicht
10.01.2011
2. Männer: Geglückte Revanche gegen USC Leipzig
10.01.2011
Weibliche B-Jugend: Überragende Deckungsarbeit
10.01.2011
Weibliche C-Jugend: Verpatzter Rückrundenstart
10.01.2011
Ergebnisse Wochenende 08./09.2011
10.01.2011
HB-Akad. mit kämpferischer Leistung in Menden
08.01.2011
HB-Akademie: Auf bundesweitem Leistungsturnier
07.01.2011
Männl. D-Jugend: Chance auf Finale nicht genutzt
07.01.2011
Kassierung der Mitgliedsbeiträge
07.01.2011
Neuzugänge und Überraschungen
05.01.2011
Für eine Woche in der alten Heimat
1. Männer: NHV will gegen Zwönitz Wende einleiten
Freitag, 21.01.2011 - Sachsenliga: Richtungsweisendes Spiel im
Abstiegskampf für Delitzsch
Spätestens, aber wirklich allerspätestens ab Übermorgen zählen für
die Sachsenliga-Handballer des NHV Concordia Delitzsch nur noch
Siege und nichts als Siege. Nach der neuerlichen Niederlage in Riesa in
der Vorwoche muss der NHV (12. und Letzter der Tabelle) am Sonntag,
16 Uhr in der Becker-Halle, gegen den Zwönitzer HSV (10.) endlich
punkten und zwar doppelt. Ansonsten dürften auch die größten
Optimisten vom Glauben an den Klassenerhalt abfallen.
Zu jenen unverdrossenen Positivdenkern zählt zweifelsohne Delitzschs
Vize-Vorstandsvorsitzender Steffen Menzel, der die Richtung vorgibt:
"Das Spiel ist extrem wichtig für uns und eine der letzten
Möglichkeiten die Wende einzuleiten." Doch all die schönen Worte sind
nichts als gut gemeint - Taten warten. Mindestens einen Lichtblick gibt
es bereits im Vorfeld, denn schon im Hinspiel waren die Concorden
drauf und dran zu punkten, kassierten beim 20:23 die knappste aller
inzwischen 13 Saisonpleiten. "Hätte das Spiel noch fünf Minuten länger
gedauert, hätten wir gewonnen", ist sich Trainer Matthias Albrecht
sicher.Der 27-Jährige würde sicherlich auch gerne weniger im
Konjunktiv über die Ergebnisse der Seinen reden, bisher blieb ihm aber
nichts anderes übrig. Eines verspricht er aber für die Partie am
Sonntag: "Wenn wir endlich einmal von Anfang an konzentriert spielen
und unser Ding durchziehen, können wir Zwönitz ganz sicher
schlagen."
Bisher haperte es beim NHV stets an der Kontinuität, die soll mit der
Einbindung der fünf "Weihnachts-Einkäufe" endlich her. Denn mit den
drei erfahrenen Polen Wojcziech Bablewski, Tomasz Malmon und
Arkadiusz Hildebrandt können sich Team und Trainer nur noch bedingt
auf ihren chronischen Mangel an Erfahrung berufen - selbst wenn der
Rest der Mannschaft im Schnitt weiter gerade süße 18 Jahre alt ist und
es sicher noch an der Feinabstimmung mit den Zugängen mangelt. "Es
liegt jetzt auch am Trainer, die geballte Erfahrung den jungen Spielern
zur Seite zu stellen und die richtige Mischung zu finden", sagt Menzel.
Seinen Optimismus hat er also noch nicht verloren, hofft aber, dass am
Sonntag möglichst viele Fans den NHV lautstark unterstützen und zum
Sieg peitschen.
Johannes David
(c) Leipziger Volkszeitung
1. Männer: Der NHV und die Unglückszahl 13
Dienstag, 18.01.2011 - Sachsenliga: Delitzsch verliert 27:33 in Riesa
Die 13 gilt gemeinhin als Unglückszahl. Ob es allerdings am Unglück -
auch als Pech bekannt - lag, dass der NHV Concordia Delitzsch auch
sein 13. Saisonspiel in der Handball-Sachsenliga verlor, darf zumindest
bezweifelt werden. Die zwölf Niederlagen vor dem sonntäglichen
27:33 (11:15) in Riesa hatten jedenfalls eher wenig mit Pech zu tun.
"Offensiv lief es nicht schlecht, aber mit unserer Abwehrarbeit kann
ich nicht zufrieden sein", sagte Trainer Matthias Albrecht hinterher und
lobte vor allen Dingen seine jungen Spieler. Clemens Uhlig, Robert
Fuhrmann und Dominik Kühn überzeugten den Coach. "Dafür waren
dieses Mal die Erfahrenen nicht so stark", haderte Albrecht mit den
polnischen Neuzugängen. Allein der 40-Jährige Tomasz Malmon (fünf
Treffer) erwischte einen ordentlichen Tag, über die Leistungen von
Arkadiusz Hildebrand und Wojcieck Bablewski hüllte Albrecht lieber
den Mantel des Schweigens, beziehungsweise ersparte ihnen eine
öffentliche Einzelkritik.
Immerhin begann der NHV beim Tabellenachten engagiert,
verwandelte einen frühen 1:4-Rückstand in eine 8:6-Führung. Die blieb
jedoch nur eine Momentaufnahme. Es folgte, wie schon so oft in
dieser Saison, ein unerklärlicher Bruch im Delitzscher Spiel. Die
Hausherren zogen zur Halbzeit wieder davon. Eine Viertelstunde nach
der Pause lag Riesa gar schon mit acht Treffern in Front, ehe die Gäste
ihre Abwehr umstellten und noch einmal verkürzen konnten. Die
Wende gelang ihnen allerdings nicht mehr.
Das lag zum Teil am gegnerischen Pfosten, zum Teil an einigen
unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen und zum Teil hieran: "Am
Ende war es sicherlich eine Frage der Kraft. Wir haben zwar alles
versucht, aber wieder viel zu viele einfache Tore gefangen", sagte
Albrecht. Da half auch die mit den Verstärkungen hinzugewonnene
größere körperliche Präsenz wenig. "Man merkt eben doch, dass es
ihnen noch an Spielpraxis fehlt." Außerdem passt nach nur einer
gemeinsamen Trainingseinheit die Abstimmung noch nicht.
Deswegen hofft Albrecht vor der nächsten richtungsweisenden Partie
am Sonntag gegen Zwönitz, dass die Neuen es schaffen, öfter beim
gemeinsamen Üben dabei zu sein. Denn: "Uns erwartet ein absolutes
Schlüsselspiel. Zwönitz liegt uns, das haben wir im Hinspiel gesehen",
spielt Albrecht auf die knappe 20:23-Niederlage an. Sollte es am
Wochenende wieder so eng werden, kommt es am Ende sicherlich auch
darauf an, wer das Glück auf seiner Seite hat. Vielleicht sind es ja
endlich einmal die Delitzscher. Höchste Zeit wäre es, will man dem
Abstieg aus dem Wege gehen.
Johannes David
(c) Leipziger Volkszeitung
2. Fanclubturnier in Delitzsch am 16.01.2011
Dienstag, 18.01.2011 - Zum zweiten Mal trafen sich am Sonntag im KSZ
handballbegeisterte Fanclubs aus Aue, Dessau Zwönitz und Delitzsch,
um einmal nicht als Zuschauer sondern als Aktive dem Spiel mit dem
kleinen Ball zu frönen.
Ab 10:00 Uhr wurde im Modus Jeder gegen Jeden und mit Hin –und
Rückspiel der Turniersieg ausgespielt.
Es gab viele spannende Begegnungen mit zum Teil beachtlichen
Leistungen. Bei allem sportlichem Ergeiz stand der Spaß natürlich im
Vordergrund, was auch allen Akteuren deutlich anzumerken war.
Die Vertretung aus Aue konnte sich verdientermaßen durchsetzen und
wurde mit nur einem Verlustpunkt Turniersieger.
Das junge Zwönitzer Team, erstmals in Delitzsch dabei, errang den
zweiten Platz.
Der Delitzscher „Seniorennachwuchs“ kämpfte sehr engagiert,
offenbarte aber einige Schwächen im Angriff, so dass es nur zum
dritten Platz reichte.
Die Fans aus Dessau wehrten sich engagiert und sie waren nicht so
unterlegen, wie es der vierte Platz aussagt.
Zusammenfassend kann man sagen, es war eine gelungene
Veranstaltung die zeigte, der Handball in Delitzsch lebt und auch
unter dem neuen Verein NHV sind durch das Engagement des Fanclubs
Loberhaie solche Highlights möglich.
Bedanken möchten sich die Organisatoren bei den vielen freiwilligen
Helfern, der Fleischerei Thies, Getränkehändler Schräpler und Back
–und Kaffestube Voigt.
Hartmut Sommerfeldt
2. Männer: Sensation knapp verpasst
Dienstag, 18.01.2011 - HSG Neudorf/Döbeln II - NHV II 34:33 (18:16)
Am Wochenende reiste die Reserve des NHV zur 2. Mannschaft nach
Döbeln. Neudorf/Döbeln, die punktgleich mit dem Spitzenreiter DHfK
sind, waren klarer Favorit! Zumal Delitzsch nur mit 7 gesunden
Spielern anreiste. Döbeln konnte sich schnell mit 3 Toren absetzten,
doch der NHV II bot dann gerade in der Abwehr die beste
Saisonleistung und im Angriff spielte man ruhig und Geduldig! So
konnte man bis zur Halbzeit auf 18:16 heran kommen. Anfangs der
2.Hälfte konnte man sogar kurz auf 22:22 ausgleichen. Immerwieder
hat sich die starke Abwehr des NHV Bälle erkämpft. Doch irgendwann
war die Kraft am Ende und man vergab vorn 2-3 Chancen wo man das
Spiel noch hätte gewinnen können. So konnte Döbeln am Ende
glücklich mit 34:33 als Sieger vom Platz gehen. Trotzdem haben die
zuschauer und der Trainer von Döbeln, über die Mannschaftsleistung
der Delitzsch Respekt gezeigt. So konnte man mit einem gestärkten
Gefühl nach Hause fahren. Wenn man im nächsten Spiel gegen Turbine
Leipzig eine so kämpferische Leistung bringt, sollte der nächste Sieg
kein Problem sein.
Frauen: Unnötige Niederlage gegen Tabellendritten
Montag, 17.01.2011 - HSG Neudorf/Döbeln II : NHV 24:18 (14:8)
Nach einer langen Spielpause, in der Trainingsspiele gegen die Mädels
vom Iuventa Michalovce und die 1. Frauenmannschaft des Landsberger
HV absolviert wurden, fuhr die Frauenmannschaft des NHV Concordia
Delitzsch 2010 motiviert zur Reserve der Frauen der HSG
Neudorf/Döbeln.
Mit hohen Erwartungen und Siegeswillen gingen die Concordinnen ins
Spiel, doch kam alles anders als gedacht. Von der ersten Minute an
waren die Gäste nicht konzentriert und die Frauen aus Döbeln hatten
leichte Chancen, Tore zu erzielen. Im Angriff wurden die Kombi-
nationen zwar gut durchgespielt, aber waren die Torwürfe der NHV-
Frauen weniger erfolgreich. Entweder landete der Ball am Torpfosten
oder in den Händen der gegnerischen Torhüterin. Somit konnten die
Frauen aus Döbeln schnell davonziehen (6:2, 10:4). Auch wenn in den
letzten Minuten der ersten Halbzeit der Rückstand zunächst auf drei
Tore dezimiert werden konnte, setzten sich die Gastgeberinnen durch
schnelle Tore und einen Siebenmeter mit 14:8 ab.
In der Kabine appellierte die Delitzscher Trainerin daran, endlich
aufzuwachen und Handball zu spielen. Was die Delitzscherinnen auf
dem Parkett bis dahin gezeigt hatten, war nicht die sonst gewohnte
Leistung. Der Appell fruchtete wenig.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht viel. Das Spiel der
Delitzscherinnen war übersät von Abspielfehlern und Ballverlusten,
durch welche es den Döbelnerinnen immer wieder gelang, zum
Torerfolg zu kommen. Auch Unstimmigkeiten in der Abwehr führten zu
unnötigen 2-Minuten-Strafen und 7-Meter-Entscheidungen gegen die
Loberstädterinnen, welche aber oft abgewehrt werden konnten. Ein
paar Akzente setzte Kathleen Donath, die mit fünf schönen Toren die
Niederlage jedoch nicht verhindern konnte. Am Ende gewann die
zweite Mannschaft aus Döbeln das Spiel verdient mit 24:18.
Nun gilt es zu hoffen, dass am nächsten Samstag im Heimspiel gegen
den SG Hartha/Leisnig (15:00 Uhr, Artur-Becker-Halle) die gewohnte
Leistung wieder abgerufen und mit Kampfgeist und Siegeswille das
Spiel für sich entschieden werden kann.
Lange, Rauhut; Grundei, Donath (5), Schinköth, Holten (2), Warzecha
(2), Schulz (5/3), Schoof (2/1), Maltseva (1), Katzschke (1)
7-Meter: Delitzsch 4/6, Döbeln 4/10
Weibliche C-Jugend II: Miriams großer Tag
Montag, 17.01.2011 - NHV - HV Böhlen 22:13 (12:6)
Im Punktspiel gegen den HV Böhlen gelang es den Böhlener Mädchen
nur einmal beim Stand von 0:1 in Führung zu gehen. In der zehnten
Minute stand es 3:3, danach stabilisierte sich die Deckung der
Delitzscher Mannschaft und die Angriffe wurden zielstrebiger
abgeschlossen. Trotz der Tatsache, nur sieben Spieler aufbieten zu
können, machten alle ihre Sache gut. Der kämpferische Einsatz
stimmte und spielerisch gab es schöne Spielzüge. Vor allem aber hatte
Miriam einen sehr starken Tag erwischt, sie allein erzielte 15 Tore.
Aber auch als in der zweiten Hälfte langsam die Kraft nachließ und
sich einige Unkonzentriertheiten einschlichen, hatten die Concordia-
Mädchen das Spiel fest im Griff und ließen sich von Böhlen nicht mehr
überraschen. Weiter so!!
Juliane Göppert (2), Kristin Mertzsch (1), Julia Wölfer, Lydia Müller
(4), Carolin Moy, Miriam Säuberlich (15), Vanessa Müller
Weibliche C-Jugend: Deutlicher Pflichtsieg
Montag, 17.01.2011 - NHV – SG Rödertal-Weinböhla
45:12 (24:4)
Die wenigen Zuschauer, die am vergangenen Samstagnachmittag den
Weg in die Artur-Becker-Halle fanden, erlebten ein schnelles und
torreiches Oberligaspiel der weiblichen C-Jugend. 57 Tore in 50
Minuten, 45 Treffer davon konnten die gastgebenden Concordinnen für
sich verbuchen. Von Anfang an dominierten sie das Spiel. Daran konnte
auch ein Team-Time-out des Weinböhlaer Trainers nach nur 7
Spielminuten beim Stand von 9:1 für Delitzsch nichts ändern. Die NHV-
Mädels trafen nach Belieben.
Trotzdem darf dieser Erfolg nicht überbewertet werden. Gegen den
Tabellenletzten war es ein Pflichtsieg und letztendlich spielte das
Delitzscher Team trotz der überragenden Führung viel zu nervös,
nutzte dieses leichte Spiel zu wenig, um im Training Erlerntes im Spiel
umzusetzen und wusste auch ein Überzahlspiel in der zweiten Halbzeit
nicht zu nutzen.
Lisa Beyer; Johanna Müller (2), Yvonne Wystub (1), Valeska Lange,
Natalie Marquar (6), Laura Krüger (13), Elisa Aschenbach (6), Sarah
Seifert (5), Michele Quasdorf (12/3)
Ergebnisse Wochenende 15./16.01.2011
Samstag, 15.01.11
wJE, KL
14.30 Uhr
HSG Rückmarsdorf – NHV
18:04
wJC, OL
16.00 Uhr
NHV – SG Rödertal-Weinböhla
45:12
Sonntag, 16.01.11
wJC, KL
10.00 Uhr
NHV II – HV Böhlen II
22:13
Frauen, BL
11.30 Uhr
HSG Neudorf/Döbeln II – NHV
24:18
Männer, BL
13.00 Uhr
HSG Neudf./Döbeln II – NHV II
34:33
Männer, SL
16.00 Uhr
SC Riesa – NHV
33:27
KL=Kreisliga
BL=Bezirksliga
OL=Oberliga
SL=Sachsenliga
Mit fünf Neuen in die Wochen der Wahrheit
Freitag, 14.01.2011 - Handball-Sachsenligist NHV Concordia Delitzsch
hat sich verstärkt und spielt am Sonntag beim SC Riesa
Spätestens mit dem Spiel am Sonntag in Riesa beginnen für die
Sachsenliga-Handballer des NHV Concordia Delitzsch die Wochen der
Wahrheit. Beim Tabellen-Achten müssen für das Schlusslicht vom Lober
die ersten Punkte der Saison her, soll eine Serie à la Bayern München
ihren Auftakt finden. Es folgen die Partien gegen Zwönitz (10.),
Neudorf/Döbeln (9.) und Grubenlampe (11.) Und damit das mit dem
Siegen endlich klappt, hat der NHV personell ordentlich nach-
beziehungsweise aufgerüstet.
Das erste Schaulaufen haben die Neuzugänge des NHV Concordia
Delitzsch bereits hinter sich. Ohne ein Training mit der Mannschaft
stießen in der Vorwoche die beiden Polen Tomasz Malmon und Arkadiuz
Hildebrand zum Sachsenligisten, konnten die Niederlage gegen den
HSV Glauchau aber ebenso wenig verhindern wie ihr Landsmann
Wojczeck Bablewski, der bereits im letzten Hinrundenspiel das NHV-
Trikot trug. "Da hat es logischerweise noch an der Abstimmung gefehlt,
mussten oft Einzelaktionen her", sagt Trainer Matthias Albrecht.
An jener Abstimmung soll heute und morgen intensiv gearbeitet
werden, denn nur freitags und samstags können die Neuen mit der
Mannschaft trainieren. "Erst einmal geht es darum, dass die Jungs sich
richtig kennenlernen und dann werden wir einige taktische Dinge im
Angriffsspiel einüben", so Albrecht. Zweifelsohne sind die Chancen auf
den Klassenerhalt mit Beginn der Rückrunde für die Herren vom Lober
sprunghaft gestiegen. Denn die drei Männer aus dem Nachbarland
bringen neben ihrer Klasse (der inzwischen 40-jährige Malmon war
dereinst in der Zweiten Bundesliga aktiv) auch das mit, was den
Delitzschern bisher völlig abging: Erfahrung. Bablewski (32 Lenze) und
Hildebrand (33) ergänzen die beiden weiteren Neuzugänge perfekt.
Die Gebrüder Nötzel (beide Anfang 20) stießen von der DHfK-Reserve
zu den Concorden.
"Neben ihrer Cleverness bringen sie natürlich auch eine Körperlichkeit
mit, die den Jüngeren noch fehlt", erzählt der Trainer und will gegen
Riesa den ersten Schritt machen. Die seien schlagbar, hätten
außerdem Personalsorgen, was Albrecht "optimistisch" stimmt. Auch
für die NHV-Führungsetage um Kai Emanuel und Steffen Menzel
entscheiden die kommenden vier Wochen über Wohl oder Wehe über
Abstieg oder Klassenerhalt - eine Trainerdiskussion gebe es momentan
jedenfalls nicht.
Johannes David
(c) Leipziger Volkszeitung
Neues Mannschaftsfoto und Einzelporträts online
Mittwoch, 12.01.2011 - Vor dem Spiel gegen Glauchau wurde der
verstärkte Sachsenliga-Kader des NHV Concordia Delitzsch abgelichtet.
Das aktuelle Mannschaftsfoto sowie Porträts aller Spieler und Betreuer
gibt es hier.
Fanclub-Turnier in Delitzsch
Mittwoch, 12.01.2011 - Am Sonntag, 16.01.11, findet zum zweiten Mal
ein vom Concordia-Fanclub Loberhaie organisiertes Handballturnier
statt. Ab 10.00 Uhr treten im KSZ Delitzsch die Fanvertretungen von
ESV Aue, Dessau-Roßlau HV 06, Anhalt Bernburg, Zwönitzer HSV und
vom NHV Concordia Delitzsch 2010 gegeneinander an. Im Spiel jeder
gegen jeden wird bis ca. 14.30 Uhr der Turniersieger ermittelt.
Titelverteidiger ist der gastgebende Fanclub Loberhaie. Zuschauer sind
herzlich willkommen, für Speisen und Getränke ist gesorgt, der
Eintritt ist frei.
1. Männer: Starke Phasen reichen (noch) nicht
Montag, 10.01.2011 - NHV - HSV Glauchau 28:36 (17:19)
Gestern Nachmittag lag eine kleine Sensation in der Luft der Artur-
Becker-Halle. Der Gastgeber und Tabellenletzte NHV Concordias
Delitzsch traf in der Handball-Sachsenliga auf den Dritten, HSV
Glauchau, und zeigte keinerlei Respekt. In der ersten Halbzeit kamen
die Schützlinge von Trainer Matthias Albrecht bis auf ein Tor Abstand
an den Favoriten heran und ließen sich auch im zweiten Teil zunächst
das Leder nicht aus der Hand nehmen. Trotzdem mussten die
Loberstädter erneut eine Niederlage einstecken. Mit 28:36 (17:19)
Toren fiel das Ergebnis jedoch deutlich zu hoch aus und spiegelt nicht
den Spielverlauf wider.
Anfangs ließen sich die Concorden von den Gästen doch beeindrucken.
Nach vier Minuten lagen sie bereits mit 1:4 hinten. Der NHV-
Kreisspieler war im 6:0-Riegel der Glauchaer zunächst völlig
abgemeldet, bekam keinen Ball zu packen. Ungenaue Zuspiele im
Aufbau und Fangschwächen brachten den HSV immer wieder in
Ballbesitz. Er ließ sich die dadurch entstandenen Konterchancen nicht
entgehen. Die Glauchauer Angriffe hatten immer dasselbe Muster,
waren durchschaubar und brachten aber den Erfolg. Mitte der ersten
Hälfte schienen sich die Concorden doch noch zu besinnen und setzten
erste Akzente. Die Einwechslung von Hildebrandt brachte Schwung und
neue Ideen. Plötzlich bekam auch Thomas passgenaue Anspiele am
Kreis selbst über die Rückhand, die zu sehenswerten Toren führten.
Plötzlich stimmte es auch in der Delitzscher Abwehr. Zimmer im Tor
machte seine Arbeit immer besser und war an diesem Tag ein starker
Rückhalt. Die Aufholjagd war sehenswert. Immer dann, wenn die
Delitzscher schnell agierten und auch bei verloren geglaubten Bällen
noch nachsetzten, brachten sie die Glauchauer aus den Konzept.
Tempogegenstöße verfehlten ihr Ziel nicht und demoralisierten die
Gäste. Auch in dieser Phase zeigte sich Hildebrandt wurfgewaltig und
treffsicher. Als der HSG-Akteur Korbel in der 28. Minute einen
Siebenmeter am Tor vorbei warf, waren die Concorden plötzlich dran.
Nötzel gelang das 17:18 vor der Pause. Letztlich ging es mit 17:19 in
die Kabine.
So gut lief es dann aber nicht weiter. Mit Zeitstrafen dezimierten sich
die Gastgeber selbst. Undiszipliniertheiten schlichen sich ein. Die HSG
war wieder auf dem Vormarsch und ließ sich nicht entscheidend
stoppen. Neuhäuser kam beim Stand von 22:27 für Zimmer in den
Kasten, versuchte das Beste, es reichte aber nicht. Dass der Tore-
Abstand wuchs, war aber nicht allein seine Schuld. Sein Gegenüber
steigerte sich und die Delitzscher hatten nicht nur kein Glück, sondern
es kam auch noch Pech dazu. Immer wieder verfing sich der Ball in der
Abwehr, die Wurfgenauigkeit ließ nach. "Die Abstimmung haut noch
nicht hin, das wird aber besser", bemerkte Coach Albrecht, er
kritisierte aber den Eigensinn seiner Spieler, der letztlich zu der hohen
Niederlage beitrug.
Ditmar Wohlgemuth
(c) Leipziger Volkszeitung
Neuhäuser (3 Paraden), Zimmer (14/2 Paraden) ; Model (2/2), Kühn
(1), Fuhrmann (2), E.Thomas (4), Uhlig, Claus (2/2), John (1), Eckart,
Bablewski (2), S.Nötzel (4), Hildebrandt (5), Malmon (5)
50 Bilder vom Spiel
2. Männer: Geglückte Revanche gegen USC Leipzig
Montag, 10.01.2011 - NHV II - USC Leipzig 26:19 (13:9)
Am vergangenen Wochenende startete für die Delitzscher zweite
Männermannschaft die Rückrunde in der Bezirksliga. Diesmal war der
USC Leipzig, der in der Tabelle unmittelbar vor den Delitzschern
stand, zu Gast. In der Hinrunde musste der NHV II noch eine knappe
Niederlage hinnehmen. Also war mit den Leipzigern noch eine
Rechnung offen.
Die Reserve des NHV begann sehr konzentriert und geduldig und ging
schnell mit 5:1 in Führung. Die Loberstädter stellten die Leipziger
gerade im Angriff vor große Probleme. Mit einer guten
Mannschaftsleistung führten sie zur Halbzeit mit 13:9. Nach dem
Seitenwechsel verlor der Gastgeber zwar für kurze Zeit den Faden,
fing sich nach ein paar Minuten jedoch wieder. Das Rezept in der 2.
Halbzeit war wieder einmal Geduld und so konnte der NHV II sich am
Ende klar mit 26:19 durchsetzen.
Weibliche B-Jugend: Überragende Deckungsarbeit
Montag, 10.01.2011 - NHV - BSC Victoria Naunhof 20:5 (11:4)
Mit einem 20:5 Erfolg startete die weibliche B-Jugend des NHV in die
Rückrunde der Bezirksliga. Es konnten sich diesmal fast alle
Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen, aber leider trat wieder
die alte Schwäche der schlechten Chancenverwertung zu Tage. Bei 26
Fehlwürfen muss im Training noch viel getan werden, um die Quote
der Torerfolge zu verbessern, resümiert der Trainer im Anschluss. Das
große Plus der Mädels war wie immer ihre konsequente Deckungsarbeit
und die wieder sehr gut reagierende Torfrau. Dadurch kam Naunhof in
der zweiten Halbzeit nur zu einem einzigen Torerfolg.
Im Gegensatz dazu wird das Spiel in 14 Tagen gegen den überragenden
Tabellenführer Leipzig-Mockau sehr schwer werden. Hierfür haben sich
die NHV-Mädchen vorgenommen, so wenig wie möglich Gegentore
zuzulassen und trotz sehr geringer Siegchancen vollen Einsatz zu
zeigen.
Casandra Reichstein; Maria Farin (9/1), Julia Schröter (3), Denise
Samland (2), Katharina Rudolph (3), Andrea Lohse (1), Lisa Zieger
(2/1), Eva Teppke, Laura Zwicker, Sarah-Lisa Bonnick
Weibliche C-Jugend: Verpatzter Rückrundenstart
Montag, 10.01.2011 - SC Hoyerswerda – NHV 26:24 (13:13)
Im ersten Spiel der Oberliga-Rückrunde wollten die C-Mädchen des
NHV Concordia Delitzsch 2010 eigentlich punkten. Doch die lange
Anreise nach Hoyerswerda blieb ohne den erwünschten Erfolg. Zwar
führten die Gäste in der ersten Halbzeit, doch vergaben sie die
Chancen immer wieder leichtfertig. Entsprechend nüchtern fiel die
anschließende Spielanalyse durch die beiden Trainerinnen aus: „Im
Angriff haben wir zu wenig Druck aufgebaut, keine Bewegung ins Spiel
gebracht. Die Deckung agierte viel zu defensiv.“ Die Delitzscher
Mannschaft präsentierte sich ohne sichtbaren Kampfgeist und
Siegeswillen. Hoyerswerda hatte ein leichtes Spiel mit den
Nordsachsen und siegte am Ende verdient.
Ergebnisse Wochenende 08./09.01.2011
Donnerstag, 06.01.11
mJD, BL
18.30 Uhr
NHV – TuS Leipzig-Mockau
24:42
Samstag, 08.01.11
wJC, KL
9.30 Uhr
NHV II – HV Glesien 1929
30:17
wJB, BL
11.00 Uhr
NHV – BSC Victoria Naunhof
20:05
Sonntag, 09.01.11
Männer, BL
10.00 Uhr
NHV II – USC Leipzig
26:19
wJE, KL
10.30 Uhr
SV Grün-Weiß Miltitz – NHV
28:02
wJC, OL
11.00 Uhr
SC Hoyerswerda – NHV
26:24
Männer, SL
16.00 Uhr
NHV – HSV Glauchau
28:36
KL=Kreisliga
BL=Bezirksliga
OL=Oberliga
SL=Sachsenliga
HB-Akademie mit kämpferischer Leistung in Menden
Montag, 10.01.2011 - Die B-Jugend der Handball-Akademie
Leipzig/Delitzsch ist beim traditionell stark besetzten Sauerland- Cup
in Menden im Achtelfinale gegen Lemgo ausgeschieden. Im
Turnierverlauf hatte die Kaderschmiede einige Verletze zu beklagen.
„Andere Spieler sind dafür uber sich hinaus gewachsen und haben eine
klasse Leistung aufs Parkett gelegt. Daraus können wir neue, positive
Erkenntnisse ziehen“, so Akademie-Coach Mario Huhn.
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HB-Akademie: Auf bundesweitem Leistungsturnier
Samstag, 08.01.2011 - Die im Frühjahr gegründete Handball-Akademie
Leipzig/Delitzsch tritt an diesem Wochenende beim top-besetzten
Sauerland-Cup in Menden mit ihrer B-Jugend an. Teilnehmer des
Leistungsturniers mit insgesamt 35 Teilnehmern sind unter anderem
der Nachwuchs der Bundesligisten Füchse Berlin, TV Großwallstadt,
HSG Düsseldorf und SC Magdeburg.
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Männliche D-Jugend: Chance auf Finale nicht genutzt
Freitag, 07.01.2011 - NHV - TuS Mockau 24:42 (11:23)
Nach dem Abschluss der Punktspiele sind zur Ermittlung des
Bezirksmeisters noch Halbfinalbegegnungen unter den besten vier
Mannschaften angesetzt. Diese erste Halbfinalpartie fand gestern im
Kultur-und Sportzentrum in Delitzsch statt. Die ungewöhnliche
Anwurfzeit von 18:30 Uhr hat nicht unbedingt zu einem flotten Spiel
beigetragen. Es ist natürlich auch noch zu erwähnen, dass unsere
Jungs vorher eine komplette Trainingseinheit bewältigt haben.
Unterstützung erhielten wir diesmal sowohl von den „Kleinen“
(Vincent, Tobias und Lewin) als auch den Mädels (Kristin und Jule). Da
weiterhin die nicht immer im Spielbetrieb Aktiven (Max und Niklas)
eingesetzt werden konnten, standen uns unglaubliche 13
FeldspielerInnen zur Verfügung. Somit konnte im Block aller 10 min
gewechselt werden.
Zum Spiel ist zu sagen, dass alle SpielerInnen sich bemüht haben, die
Vorgeben des Trainers umzusetzen. Dies gelang sehr unterschiedlich.
Insbesondere die Spritzigkeit und die Spielfreude waren teilweise
nicht zu erkennen. Der Sieg von Mockau geht in diesem sehr fairen
Spiel unter der Leitung des Regionaltrainers Jörg Neumann absolut in
Ordnung. Das Rückspiel findet gemeinsam mit dem kleinen Finale am
23.01.2011 voraussichtlich in Regis statt.
Kassierung der Mitgliedsbeiträge
Freitag, 07.01.2011 - Die bereits erteilten Einzugsermächtigungen für
den Mitgliedsbeitrag werden aus technischen Gründen ausgesetzt. Die
Kassierung des ersten Halbjahresbeitrages erfolgt wie bisher in bar
durch die jeweiligen Übungsleiter.
Neuzugänge und Überraschungen
Freitag, 07.01.2011 - NHV Delitzsch trifft zum Auftakt der Sachsenliga-
Rückrunde am Sonntag auf Glauchau
Fans und Sportlern in Delitzsch dürstet gleichermaßen nach einem
Erfolgserlebnis. Die einstige Hochburg des Männerhandballs gleicht
nach der Concordia-Insolvenz im Sommer einer Ruine. Nicht einen
Punkt staubte die als NHV Concordia neu gegründete
Nachwuchsmannschaft in der Sachsenliga-Hinrunde ab, liegt nach elf
Niederlagen aus elf Spielen bereits etwas abgeschlagen am
Tabellenende. Am Sonntag nun soll der Siegesdurst endlich gestillt
werden, mit einem Sieg gegen den HSV Glauchau. Ab 16 Uhr fliegt das
kleine Leder wieder durch die Artur-Becker-Halle.
"Wir werden alles tun, um den Abstieg zu vermeiden", gab sich Vize-
Vorstandsvorsitzender Steffen Menzel bereits unter der Woche
kämpferisch. Am Kampfeswillen fehlte es auch den NHV-"Herren"
bisher nicht, wohl aber an Erfahrung. In der Hinrunde hatte die
Mannschaft nicht einen Spieler in ihren Reihen, der bereits in den
elitären Kreis der Über-20-Jährigen aufgenommen worden wäre. Und
so übernehmen die beiden Neulinge Sascha (21) und Christopher
Nötzel (20), die von der Leipziger DHfK-Reserve an den Lober stoßen,
im neuen Jahr die "Alterspräsidentschaft". Trainer Matthias Albrecht
verspricht für den Rückrunden-Auftakt außerdem noch die ein oder
andere Überraschung, lässt sich aber noch keine Details entlocken.
Ihm ist am Wichtigsten, dass seine Jungs die Hinserie abhaken. "Wir
wollen bei Null anfangen", sagt Albrecht. Dürfen sie - rein
punktetechnisch betrachtet - sogar. Doch neben all dem neuen
Schwung, steht auch eine schlechte Nachricht: Tom Hanner hat sich
den Innenmeniskus gerissen, fällt wohl für den Rest der Saison aus.
"Ein Leistungsträger", auch für den Trainer, der dennoch hofft, dass
sich das alte Lied oder vielmehr Leid der Niederlagen aus der Hinrunde
nicht wiederholt.
Johannes David
(c) Leipziger Volkszeitung
Für eine Woche in der alten Heimat
Mittwoch, 05.01.2011 - Roman Lamac mit Nachwuchsteam in
Delitzsch/ 35:23 Sieg gegen NHV-Damen
Vor fast 15 Jahren kam er das erste Mal nach Delitzsch. Seit Montag ist
Ex-Concorde Roman Lamac als Trainer der A-Juniorinnen von Iuventa
Michalovce wieder am Lober - wenn auch nur für eine Woche.
Der Aufenthalt begann für den einstigen slowakischen
Publikumsliebling beinahe wie zu seiner aktiven Zeit bei Concordia
Delitzsch gewohnt: mit einem Sieg. 35:23 (18:16) gewann seine
Nachwuchstruppe gegen die Bezirksliga-Damen des NHV. Doch diese
Partie schien am Montagabend nebensächlich zu sein. Lamac hatte
schließlich viele Hände zu schütteln und mit alten Bekannten zu
plaudern. Da wunderte es nicht, dass er während des Spiels im
Publikum sitzend fachsimpelte und seinem Co die Arbeit an der
Seitenlinie überließ. "Ich freue mich, meine alten Kumpel mal wieder
zu sehen, gleichzeitig ist eine sportliche Abwechslung für die
Mannschaft", erzählte Lamac und schwelgte sogleich in alten Zeiten.
"Als ich 1996 hierher gekommen bin, habe ich kein Wort deutsch
gesprochen, keine Ahnung wie das damals funktioniert hat." Sein Herz
und viele Erinnerungen hängen an der Stadt und dem Club, den es
nach der Insolvenz im vergangenen Sommer so nicht mehr gibt. Als
einen "plötzlichen Schlag" bezeichnet er diese Entwicklung.
"Schließlich war Concordia immer mein Verein."
Doch auch in Delitzsch haben sie ihren einstigen Spielmacher nicht
vergessen. Mindestens einmal im Monat telefoniert Lamac mit André
Helmholz, der ihm half, das Trainingslager in Nordsachsen zu
organisieren. Denn ausschließlich zum Vergnügen und ein paar
entspannten Handball-Spielen sind die Slowaken nicht angereist.
Vormittags wird trainiert, dann stehen einige interessante Duelle an,
etwa gegen die Juniorteams des HC Leipzig und von Union Halle. "Das
ist kein Erholungs-Ausflug", sagt Lamac. Zwar steht ihm nicht sein
gesamter Kader zur Verfügung - einige B-Jugend-Mädels komplettieren
die Mannschaft. Trotzdem bringt es die ein oder andere bereits auf
Einsätze im Nationalteam. "Ich bin selbst gespannt, was passiert",
erzählt er.
Am Montagabend jedenfalls passierte auf dem Parkett wenig
überraschendes, hielt Iuventa die NHV-Damen auf Distanz. Allerdings
brauchten die Gäste fast die gesamte erste Halbzeit, um richtig ins
Spiel zu finden. Früh hatten sie sich auf 6:2 abgesetzt, gerieten aber
in Minute 19 sogar in Rückstand, scheiterten immer wieder an der
stark aufgelegten Delitzscher Torhüterin Julia Lange. Die wohlwollend
geschätzt 50 Zuschauer in der Becker-Halle sahen ein sehr schnelles
Spiel, dass die Slowakinnen im zweiten Abschnitt dominierten. Der
NHV hatte durchgewechselt, fand sich vor allen Dingen offensiv nicht
mehr zurecht, die Abwehr funktionierte ohnehin nur eingeschränkt.
Überaus leichte Ballverluste, zahlreiche Fehlwürfe und vergebene
Siebenmeter führten zum letztlich ebenso lockeren wie verdienten
Sieg der Gäste. Und Roman Lamac behielt mit seiner vorhergehenden
Einschätzung recht: "Die Reise steckt uns natürlich noch etwas in den
Knochen. Es geht also mehr darum, sich etwas warmzulaufen." Dieses
Vorhaben darf man durchaus als in die Tat umgesetzt betrachten.
Johannes David
(c) Leipziger Volkszeitung